Rotterdam: Annekatrin Thiele optimistisch vor Weltcup-Finale

Rudern

Kämpft sich nach überstandenem Rippenbruch weiter an ihre Bestform heran: Ruderin Annekatrin Thiele. Foto: SC DHfK Leipzig

Rotterdam. Auf der königlichen Willem-Alexander-Regattabahn im Nordosten von Rotterdam steht ab dem morgigen Freitag der finale Weltcup der Saison für die deutsche Ruder-Flotte an. Es ist die letzte Möglichkeit vor der Weltmeisterschaft, sich mit der internationalen Konkurrenz zu messen. Während das DRV-Flaggschiff um Steuermann Martin Sauer bisher von Sieg zu Sieg eilte, musste Leipzigs Weltklasse-Athletin Annekatrin Thiele (34) aufgrund eines Rippenbruchs „nachsitzen“.

Langsam kämpft sich die Doppelvierer-Olympiasiegerin des SC DHfK mit altem Ehrgeiz an ihre bekannte Stärke heran. Vor drei Wochen verpasste der Schützling von Trainerin Angelika Noack als Halbfinal-Vierte den Einer-Endlauf beim Weltcup in Posen. Doch insgesamt war sie mit dem ersten, echten Härtetest zufrieden. Nicht locker lassen, lautete die Devise.

„Ich bin gesundheitlich fit und habe das Training intensiv genutzt. Deshalb sehe ich optimistisch dem Weltcup entgegen. Klar ist aber auch: In Richtung WM muss eine weitere Leistungssteigerung her“, schätzt Polizeihauptmeisterin Thiele ein. Vom heimischen Revier auf dem Elster-Saale-Kanal in Burghausen ging es für das Erfolgs-Duo Thiele/Noack per Bus (mit Boot obendrauf) in die niederländische Hafenstadt Rotterdam. Neuland für die weitgereiste Crew. „Tatsächlich kenne ich diesen Kurs noch nicht. Nur vom Hörensagen unserer Junioren/U23, die dort 2016 ihre Weltmeisterschaft ausgetragen haben. Es soll sehr windig sein“, erfuhr Annekatrin Thiele, die morgen im Vorlauf ran muss. 21 Boote haben gemeldet.

(Kerstin Förster, Leipziger Volkszeitung vom 11.07.2019)